Kloster, Katzen und Kafenio

Kaum im Westen stellt sich die ultimative Entspannung ein... Keine Ahnung, ob das die liebliche Landschaft voller uralter Olivenbäume oder die Meereshöhe ist, aber gleich am ersten vollen Tag sind wir voll in den Urlaubsmodus gegangen... Erst um 12 Uhr überhaupt los und dann erstmal zu der kleinen Kirche mit Friedhof auf der anderen Seite des kleinen Tals hinter unserer Unterkunft. Die Friedhöfe hier haben einen eigenen Reiz, denn die meisten Sarkophage haben Fotos und Geschichten zu den Toten mit dabei...

Danach ging's ganz gemütlich Richtung Pflichtbesuch im Kloster Gonia in Kolymbari... Die machen allerdings über Mittag zu - hatten wir vergessen.

Also sind wir weiter nach Afrata. Da waren wir vor vielen Jahren schonmal und haben gestaunt, wieviel da mittlerweile los ist. Damals waren da vllt. 2-3 Autos, heute eher 30. Aber dennoch ist das da total entspannt und die Bewirtung hat auch aufgeholt - es gibt Charma vom Faß 🤩

Also locker mal 2-3 Getränke gezischt und die Zeit runtergechillt. Man hat's gerade so ausgehalten unter dem Schilfdach auf der Tavernenterrasse direkt am Wasser 😎

Als dann Zeit war, sind wir die paar Kilometer zum Kloster zurück. Gonia ist jedes Mal wieder ein Hochgenuss. Auffallend sauber und aus dem Ei gepellt. Und mittlerweile auch mit einem sagenhaften Museumsteil. Motivisch natürlich ein Traum, obwohl ich mich da über die Jahre schon reichlich dran abgearbeitet hab. Heute sind es dann eher die kleinen, zufälligen Bilder, wie der Priester, der vorm Kloster die Katzen füttert 😻

In der Abendsonne haben wir uns dann nochmal den Deutschen Soldatenfriedhof in Maleme auf's Gemüt geladen. Mittlerweile haben wir viel gelernt über die Greueltaten der Deutschen hier auf der Insel und können nur umso mehr staunen, wie gastfreundlich und versöhnlich die Kreter insbesondere uns Deutschen gegenüber sind. Sie hätten wirklich allen Grund, das nicht zu sein.